Sportlerporträt #2 - Erwin Spengler

    Die Fakten:

     

     

    Name: Erwin

    Alter: knapp über 40, also 58 (Jeder ist so alt, wie er sich fühlt)

    Verein:  HSB

    Bike-Disziplin: Downhill, Touren mit hohem Trailanteil

    Beruf: Strahlenschutzmitarbeiter

     

     

    Ein paar Fragen an Dich:

    Warum liebst du das Biken?

    Eigentlich aus dem selben Grund wie Du. Egal wie viel Stress ich den Tag über hatte, sobald ich auf dem Bike sitze, ist der Stress weg. Außerdem liebe ich es in der Natur zu sein, die Tiere zu beobachten und natürlich auch wegen den sportlichen Gesichtspunkten (Der Winterspeck muss weg!).

     

    Drei Stichworte die Dich gut beschreiben?

    Großzügig, weltoffen und ein bisschen verrückt

     

    Wie lange fährst du schon Rad und wie bist du dazu gekommen?

    Ich fahre nun seit gut 10 Jahren. Davon seit 5 Jahren Trails und Downhill. Zum Fahren bin ich durch einen Arbeitskollegen gekommen der Deutscher Junior Downhillmeister war.

     

    Wie viele Räder hast du?

    Insgesamt 3 Stück. Ein E-Bike mit 180 mm Federweg, ein Enduro und ein All-Mountain. Eins im Keller, eines im Wohnzimmer und eines im Schlafzimmer.

     

    Rennen? Erfolge? Verletzungen?

    Ich fahre das was mir Spaß macht. Mit meinem E-Bike sogar ab und zu zur Arbeit. Das sind einfach 45 km. Beim Rückweg gönne ich mir dann noch eine Runde über den Hochberg. Bei den Vereinsmeisterschaften habe ich in meiner Klasse den 3. Platz belegt bei 3 Teilnehmern.

     

    Ernsthafte Verletzungen hatte ich erst einmal. Als ich in Heubach alleine unterwegs war, ging bei einem Sprung etwas schief. Davor hatte ich eine neue Federgabel und einen neuen Dämpfer eingebaut. Das Setup war noch nicht richtig auf mich eingestellt. Mein Bike hat mich regelrecht abgeworfen. Ich wachte wieder auf, als ich schon am Boden lag. Da ich alleine unterwegs war, musste ich irgendwie wieder zum Parkplatz kommen. Ich bin also die Straße wieder hoch gefahren, aber mit einem leichten Drang nach links. Nicht weil das Fahrrad kaputt war, sondern mein Hirn war irgendwie schief. Am nächsten Tag war ich komplett blau, nein eher schwarz trifft es wohl besser.

     

    Erzähl mal was ist mit Ü50 anders?

    Du überlegst öfter ob du den Sprung nimmst. Ich bin nicht mehr ganz so risikobereit wie ein jüngerer Fahrer.

     

    Bestes Beispiel war in der Schweiz. Im Bikepark Lenzerheide. Dort steht eine Dropbatterie. Ich fuhr hin und schaute mir erst einmal an wie die anderen sprangen. Nach 20 Minuten überlegen, wollte ich schon umdrehen. Da kamen doch tatsächlich zwei All-Mountain Fahrer mit normalen Helmen und sprangen wie wenn es nichts wäre über die Drops. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Danach bin ich auch drüber.

     

    Was machst du, wenn du mal nicht gerade auf dem Bike bist?

    Dann liege ich auf dem Sofa und schaue Fernsehen. Am liebsten Serien (Sons of Anarchy, Game of Thornes, Homeland). Außerdem schraube ich gerne an meinen Fahrrädern oder sitze am Laptop, Handy oder Tablet und schneide meine GoPro-Videos.

     

    Was möchtest Du in diesem Jahr erreichen?

    Den Double oben am Hochberg endlich springen. Doubles sind nicht so mein Ding, aber diesen möchte ich unbedingt bezwingen. Und in diesem Jahr soll es endlich auch einen Downhiller geben.

     

    Dein schönstes Bike Erlebnis?

    Das sind Mehrere. Am liebsten bin ich mit meiner Freundin in Latsch unterwegs. Die Aussicht in den Südtiroler Bergen ist einfach atemberaubend und die Trails sind ewig lang und flowig.

     

    Spektakulär war auch die Uina-Schlucht. Da gibt es fast keine Absperrung und es heißt nicht umsonst „wer hier zu hoch pokert, ist weg von der Welt“. Ich bin dann auch lieber abgestiegen.

     

    Aber das schönste Erlebnis war wohl der Weg zum "Fotofelsen" am Reschen. Wenn du da drauf zu fährst, siehst du im Hintergrund den Ortler und dann tut sich ein unendliches Tal mit Blick auf die Seen vor dir auf. Einfach traumhaft.

    Fotos: Erwin Spengler

    Was kannst Du anderen Bikern mit auf den Weg geben?

    Vieles ist wirklich nur Kopfsache. Du musst darauf vertrauen, dass es geht, dann geht es auch!

     

    Erwin vielen lieben Dank für deine Zeit und den weltbesten Latte Macchiato!

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