European 4cross Series #7 Steinweiler- Ein Tag im Rennfieber oder wohin habe ich meinen Plan verlegt?

     

    Schon im letzten Jahr durfte ich das Rennen in Steinweiler mit der Kamera begleiten.

    Doch in diesem Jahr hatte sich ein bisschen was geändert. Nicht nur das ich von der Kamera, dem Objektiv bis hin zum Rucksack und Laptop neu aufgerüstet habe und mich erst einmal mit der neuen Ausrüstung zurecht finden musste, sondern auch, dass ich von offizieller Seite angefragt wurde, ob das Rennen mit meinen Bildern promotet werden kann. Das war für mich wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zu gleich!


    Da war er nun also, der Renntag! Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich aufgeregter war als die Fahrer. So war nun doch etwas mehr Spannung vorhanden, da man von mir ja auch gute Bilder erwartete. Also war ich natürlich vorbereitet: Kamera und Objektive geputzt, Speicherkarten geleert und Akkus geladen. Trinken, Wechselklamotten, Regenjacke, Rucksack… Die Liste wurde immer länger. Wer an diesem Tag einen Blick in mein Auto geworfen hätte, hätte sicherlich gedacht ich würde verreisen.

     

    Und ich wäre nicht ich, wenn ich mir nicht auch für meine Bilder ein paar Gedanken gemacht hätte und schon vorab überlegt wie ich etwas Abwechslung in meine Fotos bekomme. Also habe ich mir bei anderen Fotografen ein wenig Inspiration geholt und aufgeschrieben was ich alles probieren möchte. Da war er wieder mein „Plan“ für etwas das sich nicht planen lässt.

     

     

    Meine Aufregung verflog schnell, als ich vor Ort  wieder herzlich von den Organisatoren und Fahrern begrüßt wurde. Schön das 4cross so „familiär“ ist. Man kennt sich untereinander und auch wenn man gegeneinander fährt, geht es doch vorrangig um den Spaß am Sport. Man fühlt sich sofort wohl unter den Sportlern, Begleitern und Organisatoren.

     

    Beim Training und den Vorbereitungen konnte ich mich ein wenig einschießen, verschiedene Einstellungen testen und mir überlegen wo ich mich während dem Rennen am besten platziere. Man sollte, kann aber nicht überall sein. Es ist schon etwas anderes bei einem Rennen zu fotografieren, als bei einem Shooting. Es gibt nur eine Chance den Moment einzufangen. Da sollte dann wirklich alles sitzen. Blende, Belichtungszeit, ISO, Fokus, Brennweite und Bildaufbau... gar nicht so einfach.

     

     

    Und los ging es mit der Quali und den Rennen. Selbst die Kleinsten kämpften schon wie die Großen und wurden vom Publikum kräftig angefeuert. Die Rennen waren wieder spannend und teils so spektakulär, dass ich vor lauter mitfiebern fast das Knipsen vergessen hätte.

     

    Das Wetter hatte an diesem Tag alles auf Lager, Sonne, Wolken, Regen, hell, dunkel... Keine einfachen Lichtverhältnisse. Ich musste mich in Sekunden schnelle anpassen. Das war schon eine Herausforderung. Auf den Bildaufbau konnte ich somit nicht ganz so gut achten, wie ich es gern getan hätte.

     

    Im Eifer des Gefechts vergisst man dann auch schnell, was man sich eigentlich für die Bilder vorgenommen hatte. Das stellt man dann erst bei der Bildbearbeitung fest. Ach ja! Mensch ich wollte doch und hätte ich doch… Mist wo hab ich eigentlich den Zettel mit meinen Aufschrieben gelassen? Völlig verplant den Plan ;-)

     

    Nichtsdestotrotz sind ein paar schöne Aufnahmen entstanden und es hat ganz gut geklappt. Ich konnte wieder viel für mich mitnehmen und habe das ein oder andere aus den Bildern gelernt, dass ich beim nächsten Mal versuchen werde umzusetzen, ohne Plan... Der Weg zu meinem Traum „Profifotografin“ ist noch sehr weit, aber er rückt mit jedem Bild näher…

     

    Ich danke den Organisatoren für das Vertrauen, es hat wieder mega Spaß gemacht.

     

    Wer sich für den Sport interessiert, schaut am besten mal hier vorbei: http://4cross.eu/

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